Q&A: Ist Teilnahme an Beerdigung Nachbarn Pflicht?
Frage von carwash1500: Ist Teilnahme an Beerdigung Nachbarn Pflicht?
Wir wohnen erst seit 9 Monaten “auf dem Land”. Jetzt ist unser alleinstehender Nachbar im Alter von 96 Jahren verstorben. Wir haben den Nachbarn nie so richtig kennen gelernt und nur ein paar mal auf der Straße getroffen (und hallo gesagt), da er auch recht zurückgezogen lebte. Jetzt hat die ganze Nachbarschaft eine Einladung zur Trauerfeier (und Kaffee nachher) bekommen. Die meisten werden wohl hingehen da es ja so üblich ist auf dem Land (glauben wir zumindest). Wir kennen den guten Mann eigentlich kaum und wollten jetzt nur zur Totenwache am Abend vorher gehen und eine Karte+Blumen schicken. Was meint ihr? OK so, oder sollte man der Integration in der Nachbarschaft wegen doch hingehen?
Ich wollte noch hinzufügen, daß der Termin uns sehr schlecht passt und wir uns frei nehmen müssten bzw. ein Bewerbungsgespräch verschieben müssten. (vielen Dank für die ganzen nützlichen Antworten!)
Beste Antwort:
Answer by angel85w2002
nein, nicht aus Pflichtgefühl das wäre auch falsch, wenn ihr ihn nicht kanntet ist es so aber eine Trauerkarte solltet ihr schon schicken
Was denken Sie? Antworten Sie jetzt!
Gepostet in Totenwache |
16 Kommentare »

26.01.2012 um 07:11
Klar ist es ok so.
Ich würde trotz allem die Einladung annehmen, weil ist trotz traurigen Anlass aber auch ne gute Möglichkeiten seine Mitmenschen kennen zu lernen.
26.01.2012 um 08:00
Ihr braucht nicht hingehen. Auch auf dem Land geht man nicht zu Beerdigungen von Leuten, die man nicht kannte. Bedankt euch für die Einladung und schickt eine Trauerkarte. Das reicht aus und mehr wird von euch auch nicht erwartet.
26.01.2012 um 08:19
Man ist nie verpflichtet zu einer Beerdigung zu gehen.
Wenn man da nicht von sich aus hin will wäre man fehl am Platz.
Eine Trauerkarte und Blumen drücken ja eure Anteilnahme aus.
26.01.2012 um 09:02
Zwingen kann dich keiner. Allerdings höflich ist es schon und da du schreibst, daß du auf Land lebst, wird es sicher auffallen, wenn du nicht kommst. Außerdem nachdem die ganze Nachbarschaft eingeladen wurde, gehörst du ja auch dazu. Ein Begräbnis eines 96jährigen ist finde ich jedenfalls halt doch etwas anderes, als die Geburtstagsfeier irgendeiner entfernten Schulkollegin.
26.01.2012 um 09:37
Ich würde in jedem Falle an der Beerdigung teilnehmen!
Es ist und gibt hierfür keine Pficht aber unser Pflichtbewusstsein sagt uns, Du musst Deinem Nachbarn die letzte Ehre erweisen!
Die Integration mit der Nachbarschaft und die Einschätzung und Wertschätzung Deiner Person wird dadurch maßgeblich positiv beeinflusst! Denke daran Du wirst auch mal alt und zeigst heute schon Dankbarkeit für jeden Einzelnen, der Dich auf Deinem letzten Weg begleitet!
26.01.2012 um 09:46
nein, aber vielleicht tust du den nachbarn einen gefallen
26.01.2012 um 10:46
Ich denke mal, dass auf dem Land die Uhren ein wenig anders schlagen.
Wenn ihr noch nicht so lange dort wohnt, kann es nicht schaden, an der Feier teilzunehmen. Sonst wird man schnell denken, dass ihr euch für etwas besseres haltet. Das kann ewig dauern, bis ihr diesen Riss wieder kitten könnt.
Auch kann man am besten verhindern, dass über einen geredet wird, wenn man anwesend ist. Wenn ihr nicht hingeht, ist die Gefahr groß, dass anschließend über euch getuschelt wird.
Wenn ihr nichts gegen den Mann habt – was nicht so erscheint – dann solltet ihr hingehen.
Nachtrag:
die Bewerbung geht vor – aber vielleicht kann die andere Hälfte von euch sich ja freinehmen. und den Partner entschuldigen. Ich schiebe für solche unvorhergesehenen Fälle immer ein paar Überstunden vor mir her.
Warum seid ihr denn aufs Land gezogen, wenn ihr kein Teil des Landlebens sein wollt?
26.01.2012 um 11:42
Das müsst Ihr keineswegs.Ich wohne auch auf dem Land, habe aber noch nie erlebt,dass da Einladungen zu kommen. Ihr müsst nicht einmal zur Totenwache gehen— dass es das überhaupt noch gibt. Ich staune. Das alles ist Sache der Familie und Freunde und nicht Eure. Es genügt völlig, wenn Ihr eine Kondolenzkarte-oder brief schickt. Ihr müsst nicht einmal Blumen schicken,könnt das aber. Da war wohl jemand übereifrig. Dass Ihr wegen eines doch fremden Menschen wichtige Termine oder Eure Arbeit nicht wahrnehmt, das gibts ja nur, wenn allernächste Angehörige gestorben sind ! Macht Euch keinen Kopf. Ihr verhaltet Euch völlig korrekt mit einem geschriebenen Gruss. Und das ist schon lange so ! Es würde mich echt interessieren, wo es so etwas noch gibt…. LG
26.01.2012 um 11:49
muss – nein
aber es ist – besonders auf dem land – eine schöne geste
doch ihr könnt euer mitgefühl auch in einer anderen “geste” zeigen.
ps vielleicht kann e i n e r von euch zur beerdigung gehen?
26.01.2012 um 12:41
Nein, es ist nicht Pflicht, an der Beerdigung teilzunehmen.
Aber wenn ihr neu in diese ländliche Gemeinschaft gezogen seid, werdet ihr auf jeden Fall einen sehr guten Start haben, wenn ihr trotzdem hingeht.
Man kann die Nachbarn kennenlernen und die sehen, dass ihr Interesse an den Leuten habt und euch nicht absondern wollt.
Das Bewerbungsgespräch ist allerdings wichtiger. In diesem Fall würde ich einen schönen Kranz oder ein Gesteck kaufen und liefern lassen – mit ein paar netten Worten dazu.
Nach dem Bewerbungsgespräch kann man immer noch bei Kaffee und Kuchen vorbei schauen.
26.01.2012 um 13:38
Das ist schon ok so. Immerhin geht ihr ja wenigstens auf die Totenwache am Abend vorher und zeigt somit, dass ihr Anteil nehmt am Tod dieses Menschen.
Natürlich wäre es schöner wenn ihr auch zur Beerdigung gehen würdet, aber es kann euch niemand verübeln wenn ihr nicht kommt wegen beruflicher Verpflichtungen und stattdessen “nur” zur Totenwache geht am Vorabend.
Und wenn ihr noch eine Karte und einen kleine Kranz schickt bzw. Blumen, dann ist das völlig in Ordnung.
Ihr solltet aber der Person, die euch eingeladen hat zur Beerdigung, schon absagen und auch den Grund für die Absage nennen. Das gehört sich dann schon.
26.01.2012 um 14:20
Also bitte, mach dir keine Sorgen. Wir leben auch “auf dem Land”. Es gibt Leute, die müssen an JEDE Beerdigung und andere(ich gehöre dazu) gehe grundsätzlich nur bei Verwandten oder Angehören sehr guter Freunde. Bei Nachabrn gehe ich nicht, ausser es wären meine besten Nachbarn, die auch meine Freunde sind. Ich schreibe aber bei nahezu jedem Todesfall in der Nachbarschaft eine Trauerkarte, Anteilnahme versichernd. Fertig. NEIN, Pflicht ist es NICHT. Auf dem Land gibt’s aber eben schon Leute, die nichts anderes zu tun haben, als zu schauen, wer dabei war – übel.
Das Bewerbungsgespräch würde ich auf gar keinen Fall schmeissen. Ich würde mich auch nicht entschuldigen, Karte schreiben, Ende.
Für mich sind diese Klagefrauen, die an alle Beerdigungen reifeln auch so was wie Voyeure. Haben halt nichts anderes zu tun, wir schon, wir arbeiten noch.
26.01.2012 um 14:32
Da Ihr auf dem Land lebt würde ich das tun. Es kommt bestimmt sehr gut an und für eine gute Nachbarschaft unabdingbar.
26.01.2012 um 15:07
Nein so etwas ist nicht Pflicht. Also ich finde es ok, wie ihr es machen wollt.
26.01.2012 um 15:45
Schreibt eine nette Beileidskarte.
Es mag Leute geben, die merken, dass ihr nicht dabei seid, aber die, auf die es ankommt, haben eure Karte bekommen und wissen Bescheid, dass ihr Anteil nehmt. Die Idee, zur Totenwache zu gehen, ist aber sehr nett.
26.01.2012 um 16:18
Mann muss nicht gehen..!!